European Union map with flags of countries. Europe.
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by Hedi Bousnina

Der Beitritt zur Europäischen Union (EU) ist ein langwieriger Prozess, der von vielen Ländern angestrebt wird. Rumänien und Bulgarien sind zwei Länder, die seit 2007 Mitglieder der EU sind, jedoch hat es einige Zeit gedauert, bis sie auch dem Schengen-Raum beitreten konnten. In diesem Artikel werden wir uns mit den Problemen befassen, die zu den Verzögerungen geführt haben, sowie den Vorteilen, die der EU-Beitritt für Rumänien und Bulgarien mit sich bringt.

Warum hat es so lange gedauert, bis Rumänien und Bulgarien sich der EU angeschlossen haben? Es gibt mehrere Gründe dafür. Einer der Hauptgründe war die Frage der Korruption. Die EU hatte Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit und der Effektivität der Justizsysteme in beiden Ländern. Rumänien und Bulgarien mussten umfangreiche Reformen durchführen, um diese Bedenken auszuräumen und die Voraussetzungen für den EU-Beitritt zu erfüllen.

Ein weiteres Problem war die Bekämpfung von illegaler Migration und organisierter Kriminalität. Österreich war das einzige Schengen-Land, das dem Beitritt Rumäniens und Bulgariens widersprochen hatte. Die österreichische Regierung hatte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Schengen-Außengrenzen und forderte von den beiden Ländern zusätzliche Maßnahmen, um diese Bedenken anzugehen.

Am 28. Dezember 2023 wurde schließlich eine Einigung erzielt. Rumänien und Bulgarien erreichten eine Teilmitgliedschaft im Schengen-Raum, was bedeutet, dass ab März 2024 die Grenzkontrollen im Luft- und Seeverkehr zwischen diesen Ländern und den anderen Schengen-Staaten entfallen. Die Frage der Öffnung der Landgrenzen wird noch verhandelt.

Diese Einigung ist ein wichtiger Schritt für Rumänien und Bulgarien. Sie ermöglicht eine größere Mobilität für Bürger und Unternehmen und soll den Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern. Der EU-Beitritt hat bereits zu einem verstärkten Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen den beiden Ländern und anderen EU-Mitgliedern geführt. Der Zugang zum EU-Binnenmarkt bietet auch neue Möglichkeiten für Investitionen und wirtschaftliches Wachstum.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Einigung von der Europäischen Kommission begrüßt wird. Sie sieht darin einen wichtigen Erfolg für die europäische Integration. Die Tatsache, dass Rumänien und Bulgarien die Voraussetzungen erfüllt haben, um dem Schengen-Raum teilweise beizutreten, zeigt, dass sie Fortschritte bei der Bekämpfung von Korruption und illegaler Migration gemacht haben.

Es ist jedoch auch wichtig anzuerkennen, dass es noch Herausforderungen gibt. Rumänien und Bulgarien müssen weiterhin daran arbeiten, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und die Effektivität ihrer Justizsysteme zu verbessern. Die EU wird weiterhin ein wachsames Auge auf diese Länder haben und sicherstellen, dass sie ihre Verpflichtungen erfüllen.

Insgesamt ist der Beitritt zur EU ein wichtiger Schritt für Rumänien und Bulgarien. Er ermöglicht eine engere Zusammenarbeit mit anderen EU-Mitgliedern und fördert den wirtschaftlichen Austausch. Die Einigung über den Teilbeitritt zum Schengen-Raum im Jahr 2023 ist ein bedeutender Meilenstein, der die Fortschritte dieser beiden Länder in Richtung europäischer Integration widerspiegelt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Beziehungen zwischen Rumänien, Bulgarien und der EU in Zukunft weiterentwickeln werden.

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